Ich bin Erzengel “Nathaniel”

… Nachdem ich meinen “spirituellen” Namen Nathaniel erhalten hatte, vergingen erst einmal einige Monate. Im September dann fuhr ich mit meiner Frau Sylvia nach Borkum, um mal wieder etwas Abstand zu allem zu gewinnen.
Wir verbrachten einige Tage dort umd kümmerten uns um andere Dinge. Parallel dazu lag mein Vater im Sterben (was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, aber er war halt schon sehr krank), so dass ich zu der Zeit auch überhaupt keinen Sinn für “spirituelle” Themen hatte, sondern eher für sehr irdische.
Ich erinnere mich, dass ich eines Abends in der Ferienwohnung saß und über den Zustand meines Vaters nachdachte, was mich unglaublich traurig und vor allem auch sehr wütend machte. Denn schließlich war ich “Heiler”, konnte ihm aber trotzdem nicht so helfen, wie ich meinte helfen zu können oder zu müssen. Ich begab mich auf die “geistige” Ebene und wetterte los gegen den körperlichen Zustand, den mein Vater angenommen hatte.
Auf einmal erschien er – er – mein (leiblicher) Vater als geistiges Wesen, sagte kein Wort, nahm mich aber in den Arm. Mir schossen augenblicklich die Tränen in die Augen, denn mit solch einer Liebe und Zuneigung hatte ich absolut nicht gerechnet. Ich wusste auf einmal, dass die Seele meines Vaters mit dem Zustand absolut im Frieden war. Ja mehr noch – es war ihr Weg zu etwas, was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht verstand.
Zwar blieb meine Trauer ob des Zustandes bestehen, aber es war nur noch leicht zu spüren und meine Wut war vollkommen wie weggeblasen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich Urlaub!

Einige Tage später war ich mit meiner Frau auf der Insel unterwegs. Irgendwann am Nachmittag bekamen wir etwas Hunger und entschieden uns in einem Schnellrestaurant etwas zu essen. Das Restaurant hatte Selbstbedienung und wir nahmen uns auf einem Tablett mit, was wir essen wollten.
Zunächst hing ich meinen Gedanken nach. Wir sprachen nicht viel. Nach und nach leerte sich mein Verstand und wurde ruhiger. Auf einmal schoss mir etwas durch den Kopf. Ich schaute meine Frau an und sagte:

“Ich glaube, ich bin Erzengel Nathaniel!”

In dem Moment, als ich das aussprach, knallte hinter mit ein Sektkorken (ziemlich laut) und meine Frau erwiderte nur. “Ja, ich weiß!”
Das Interessante war – es gab dort gar keinen Sekt zu kaufen, und es hatte auch niemand eine Sektflasche in der Hand. Meine Frau grinste nur und ich war völlig baff. Damit hatte ich absolut nicht gerechnet. Ich war so aufgeregt, dass ich vergaß weiter zu essen…
Als wir das Restaurant dann wieder verließen, kam eine weitere “Info”, gerade als ich auf mein Fahrrad steigen wollte: “Sage 73 mal zu dir selbst: Ich bin Erzengel Nathaniel !!!”
Ich fiel fast vom Rad, aber es war so deutlich, dass ich es nicht ignorieren konnte. Während der Fahrt zurück zur Ferienwohnung konnte ich das nicht machen. Ich hätte mich sicher verzählt. Also entschied ich mich, es abends im Bett zu machen. Ich deckte mich wie ein kleiner Junge mit der Decke zu, um nicht abgelenkt zu werden und sprach dann 73 mal den Satz: “Ich bin Erzengel Nathaniel!” Danach schlief ich ein…

 

Ein Kommentar:

  1. Pingback:Wie ich zu “Nathaniel” kam – Thomas Bock

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